LobFreudeDank-Ordner

Da läuft mal wieder der Rechner nicht, wie er soll, der Kollege am Nebentisch erreicht das Gute-Laune-Niveau eines Stinkmorchels, die Chefin verteilt Arbeit, als ob es kein Morgen gäbe, und der Kunde, den man gerade am Hörer hat, wird so laut und deutlich, dass man einen Sicherheitsabstand zwischen Ohr und Ohrmuschel hält. Zum Davonlaufen!

Natürlich gibt es nicht nur solche Tage. Aber Hand aufs Herz: was prägt sich bei dir eher ein – die entspannten oder hektischen Phasen, schöne oder blöde Momente am Arbeitsplatz? Solltest du zu den Glücklichen zählen, die sich nur an die super Tage erinnern, dann kannst du getrost ab jetzt weghorchen. Für alle anderen habe ich einen kleinen Tipp gegen das Vergessen. Denn auch ihr habt schon Gutes auf der Arbeit erlebt.

Um mich genau an dieses Gute zu erinnern, habe ich mir nämlich einen eMail-Ordner angelegt. Der heißt „Mein LobFreudeDank-Ordner“. Mails, in denen mir etwas Nettes geschrieben wurde, lösche ich nicht. Ich hebe sie in diesem Ordner auf. Und wenn mal wieder einer dieser Tage zum Davonlaufen ist – oder auch einfach dann, wenn mir grad danach ist – schaue ich in diesen Ordner. Und dann sind sie wieder da – die schönen Momente. Wenn da ein „Danke“ kommt. Wenn einer schreibt: „Das hat mir weitergeholfen.“ Wenn da steht: „Super, dass wir das zusammen lösen konnten.“ Das fühlt sich auch beim zweiten oder dritten Lesen gut an. Deswegen meine Empfehlung: Solche Mails unbedingt aufheben. Und auch selber schreiben und verschicken.

(nachzuhören bei Auf ein Wort am 3.9.2017)

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