{"id":147,"date":"2013-12-07T18:25:18","date_gmt":"2013-12-07T17:25:18","guid":{"rendered":"http:\/\/bdacht.cooperatio.de\/?p=147"},"modified":"2013-12-07T18:30:34","modified_gmt":"2013-12-07T17:30:34","slug":"147","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/bdacht.cooperatio.de\/?p=147","title":{"rendered":"Biblisches Anreizsystem"},"content":{"rendered":"<p><i>Hebr 10,23-25:<\/i><\/p>\n<p><i>Lasst uns festhalten an dem Bekenntnis der Hoffnung und nicht wanken; denn er ist treu, der sie verhei\u00dfen hat; und lasst uns aufeinander Acht haben und uns anreizen zur Liebe und zu guten Werken und nicht verlassen unsre Versammlungen, wie einige zu tun pflegen, sondern einander ermahnen, und das umso mehr, als ihr seht, dass sich der Tag naht.<\/i><\/p>\n<p>Liebe AEU-Mitglieder, liebe G\u00e4ste,<\/p>\n<p>am vorletzten Wochenende hatten wir unsere AEU-Jahrestagung in N\u00fcrnberg. Viele interessante Referenten, viele interessante Gespr\u00e4che. Einen der vielen Eindr\u00fccke, die ich mitgenommen habe, m\u00f6chte ich mit ihnen teilen, n\u00e4mlich einen Gedanken aus Bischof Wolfgang Hubers Vortrag zum Thema \u201eWas gibt uns Kraft?\u201c<!--more--><\/p>\n<p>Er mache, so Huber, immer wieder die Erfahrung mit christlichen F\u00fchrungskr\u00e4ften, dass diese ihr Christsein unter den Scheffel stellten \u2013 aus Angst, anderen damit auf den Schlips zu treten, sogar in den Ruch zu kommen, missionieren zu wollen, dabei gegen Antidiskriminierungskodizes in einem multi-religi\u00f6sen Unternehmensumfeld zu versto\u00dfen.<\/p>\n<p>Diesen dezenten Umgang mit dem eigenen Glauben lie\u00df Huber nicht gelten. Er ermutigte vielmehr, an dieser Stelle nicht zu kleinlaut zu sein. Denn dieses Kleinlaute sei aus seiner Sicht kein Ausdruck von Toleranz, sondern eher von Indifferenz \u2013 Indifferenz gegen\u00fcber dem Gespr\u00e4chspartner wie gegen\u00fcber seinen eigenen \u00dcberzeugungen.<\/p>\n<p>Sie k\u00f6nnen sich vorstellen, dass solche Aussagen Anlass zu Diskussionen waren.<\/p>\n<p>Beeindruckt hat mich vor allem ein Votum eines Gesch\u00e4ftsf\u00fchrers aus Franken, der aus der Praxis best\u00e4tigen konnte, was Huber sagte. Wenn er, der viel in der Welt herumkommt, seinen Gesch\u00e4ftspartnern sage, das macht er nicht, weil er als Christ das nicht mit seinen \u00dcberzeugungen vereinbaren kann, dann sei das immer schon akzeptiert worden.<\/p>\n<p>Ich erz\u00e4hle Ihnen dies alles, denn es schwingt f\u00fcr mich mit bei den Worten des Hebr\u00e4erbriefes:<\/p>\n<p><i>Lasst uns festhalten an dem Bekenntnis der Hoffnung und nicht wanken; denn er ist treu, der sie verhei\u00dfen hat; und lasst uns aufeinander Acht haben und uns anreizen zur Liebe und zu guten Werken.<\/i><\/p>\n<p>Diese Worte des Hebr\u00e4erbriefes \u2013 sie k\u00f6nnten uns im AEU ein St\u00fcck Orientierung daf\u00fcr geben, was unsere Aufgabe f\u00fcr- und miteinander sein k\u00f6nnte, um unser Christsein im Beruf nicht unter den Scheffel stellen zu m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Was hie\u00dfe es, uns gegenseitig <i>anzureizen zur Liebe und zu guten Werken<\/i> in dem jeweiligen beruflichen Umfeld, in das wir gestellt sind?<\/p>\n<p>Wir wissen alle, das es im Beruf\u00a0 Zielkonflikte gibt, die oft genug Gewissenskonflikte sind. Wie w\u00e4re es, wenn unser AEU-Netzwerk hier von Nutzen sein k\u00f6nnte, wenn nicht nur die fachliche Expertise, sondern auch unsere Glaubenserfahrung mit all den Fragen und Zweifeln, die dazu geh\u00f6ren, voneinander abgerufen werden k\u00f6nnte? Wenn wir\u00a0 miteinander ernst n\u00e4hmen, dass wo <i>zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen?<\/i><\/p>\n<p>Was hie\u00dfe <i>aufeinander Acht haben<\/i>? Hier kommt unser Jahresmotto f\u00fcr 2014 ins Spiel: das Thema \u201eGewinnen \/ Verlieren\u201c.<\/p>\n<p>Wir alle wissen: im Beruf gibt es Siege und Niederlagen, Erfolge und Durststrecken. Und in beiden Situationen ist es erbaulich, Br\u00fcder und Schwestern im Glauben an seiner Seite zu wissen:<\/p>\n<p>Bei Siegen und Erfolgen ist es sch\u00f6n, wenn sich jemand mit freuen kann. Wir wissen, dass das keine Selbstverst\u00e4ndlichkeit ist. Erfolge wecken im beruflichen Umfeld doch eher Neid als Freude.<\/p>\n<p>Und bei Niederlagen und Durststrecken tut es doch gut, wenn man nicht vergessen wird, sondern sich einer erinnert, wenn er zum H\u00f6rer greift und fragt, wie es denn so l\u00e4uft \u2013 und man dann ohne falsche Scham erz\u00e4hlen kann.<\/p>\n<p><i>Einander ermahnen<\/i> \u2013 auch das geh\u00f6rt dazu. Ich erinnere an Wolfgang Huber: Falsches Schweigen ist kein Ausdruck von Toleranz oder R\u00fccksichtnahme, sondern wohl eher von Indifferenz. Und wenn sie mit Liebe erfolgt, dann ist eine Ermahnung eine wertvolle Sache, die einen weiter bringt \u2013 pers\u00f6nlich wie beruflich.<\/p>\n<p><i>Lasst uns festhalten an dem Bekenntnis der Hoffnung und nicht wanken.<\/i><\/p>\n<p>Ich frage uns als Mitglieder der regionalen Arbeitsgruppe des AEU: Was macht dieses Bekenntnis der Hoffnung f\u00fcr uns aus? Wird es Fleisch unter uns, so wie wir es uns in der Advents- und Weihnachtszeit in Erinnerung rufen? Wird es lebendig und damit erlebbar?<\/p>\n<p>Ich hoffe, wir stellen uns diese Fragen im AEU. Und ich hoffe, wir vertrauen bei unserer Suche nach den Antworten auf diese Fragen darauf, dass<i> er, Christus, treu ist<\/i>. Amen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hebr 10,23-25: Lasst uns festhalten an dem Bekenntnis der Hoffnung und nicht wanken; denn er ist treu, der sie verhei\u00dfen hat; und lasst uns aufeinander Acht haben und uns anreizen zur Liebe und zu guten Werken und nicht verlassen unsre Versammlungen, wie einige zu tun pflegen, sondern einander ermahnen, und das umso mehr, als ihr &hellip; <a href=\"http:\/\/bdacht.cooperatio.de\/?p=147\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Biblisches Anreizsystem<\/span> weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[3],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/bdacht.cooperatio.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/147"}],"collection":[{"href":"http:\/\/bdacht.cooperatio.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/bdacht.cooperatio.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/bdacht.cooperatio.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/bdacht.cooperatio.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=147"}],"version-history":[{"count":7,"href":"http:\/\/bdacht.cooperatio.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/147\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":154,"href":"http:\/\/bdacht.cooperatio.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/147\/revisions\/154"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/bdacht.cooperatio.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=147"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/bdacht.cooperatio.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=147"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/bdacht.cooperatio.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=147"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}