Über mich

Seit Anfang 2014 mache ich, wovon ich viele Jahre geträumt habe. In der Zentrale der AOK Bayern darf ich Menschen auf der Arbeit begleiten. Was das heißt? Die kleinen und großen Sorgen der Menschen anhören und mit ihnen überlegen, wie diese ent-sorgt werden können. Denn meine Erfahrung als Pfarrer ist: Oft reicht schon ein Gespräch, damit Vertracktes sich entwirren kann, Anspannungen sich lösen können, Belastendes nicht mehr so schwer wiegt, in ausweglosen Situationen sich neue Wege auftun.

Auf der Arbeit können schnell mal Konflikte entstehen, manche Aufgaben können Kopfzerbrechen bereiten, der eigene Berufsweg kann unscharf werden. Dazu kommt, dass Menschen mit allem, was sie privat bewegt und beschwert, in ihren Betrieb gehen. Gut, denke ich mir, wenn es jemanden gibt, dem die Zeit gegeben wird, um als Gesprächspartner am Arbeitsplatz zur Verfügung zu stehen.

Die Idee ist nicht neu. Seit vielen Jahrzehnten wird diese Form der Begleitung in den USA und Kanada praktiziert. Dort habe ich diesen Ansatz auch kennen gelernt, als ich selbst eine Ausbildung als Klinischer Seelsorger in einem großen Innenstadtkrankenhaus gemacht habe.

Viele Jahre habe ich auch selbst im Betrieb gearbeitet – als Redenschreiber in der Automobilindustrie und für Wirtschaftsverbände. Beim Kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt, für den ich seit 2016 wieder tätig bin, habe ich kennengelernt, wie meine Kirche die Menschen im Betrieb in den Blick nimmt. Zudem begleite ich seit vielen Jahren evangelische Unternehmer und Führungskräfte beim Arbeitskreis Evangelischer Unternehmer. All das hat mich sehr bereichert und bestärkt für die Aufgabe, Menschen auf der Arbeit zu begleiten.

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